Theaterspatzen

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Zeitung

13. November 2015
Neuss

Das fröhliche Märchen der Theaterspatzen

Schneewittchen, Rotkäppchen und Rumpelstilzchen in einem Märchen - das gibt es bei der Kindertheater-Gruppe in Gnadental. Leiter Frank Wickinghoff hat ein weniger gruseliges, aber witziges Stück inszeniert, das nun aufgeführt wird.

Von Christine Sommerfeld

Es war einmal eine böse Königin, die konnte es nicht ertragen, dass ihre Stieftochter tausendmal schöner war als sie - wer das Märchen Schneewittchen kennt, der weiß, dass ein vergifteter Apfel und sieben Zwerge im Verlauf der Geschichte noch eine wichtige Rolle spielen werden. Doch was machen Rumpelstilzchen und Rotkäppchen auf der Bühne im Gemeindesaal der Evangelischen Kreuzkirche? Regisseur Frank Wickinghoff hat das Stück mit viel Fantasie umgetextet und eine Menge anderer Märchenfiguren hineingeschrieben: "Auch die Kleinsten sollen Spaß daran haben - denn Märchen sind in der Originalfassung doch oft ziemlich grausam", erklärt er. Das Ergebnis ist nicht nur weniger gruselig, sondern witzig und kurzweilig geworden - ein vorweihnachtliches Vergnügen für die Familie.

Seit drei Jahren gibt es die Kindertheatergruppe "Theaterspatzen" der evangelischen Kreuzkirche Gnadental. Geleitet wird die Gruppe von Frank Wickinghoff (Text und Regie) und Horst Bischoff, der die Lieder für die jährlichen Aufführungen schreibt und dessen "Kükenchor" mit 15 Kindern für musikalischen Unterstützung sorgt. Seit März wurde jede Woche geübt, und nun ist die Premiere am 28. November nicht mehr weit. "Jetzt proben alle ohne Textbuch", verkündet daher der Regisseur. Das macht Lena (13) keine Angst: "Den Text kann ich schon auswendig", sagt die Schülerin des Nelly-Sachs-Gymnasiums, die die Rolle des Schneewittchens übernommen hat, "aber mein Lied ist schwer". Denn auf der Bühne im Gemeindesaal wird nicht nur gespielt, sondern auch gesungen, gerapt und geklatscht. So singt Silvia in der Rolle der bösen Königin: "Ach, was mach' ich bloß, wie werde ich Schneewittchen los?" Und beim Auftritt der sieben Zwerge erklingt frei nach Peter Maffay: "Über sieben Berge musst du geh'n, willst du sieben Zwerge seh'n."

Neben mitreißenden Liedern können sich die Besucher auch auf fantasievolle Kostüme und ein beachtliches Bühnenbild mit Zauberfenster, einem qualmenden Schornstein und einer drehbaren Kulisse freuen, die im Handumdrehen vom Gemach der Königin zum Zwergenhaus wird. Beim Bemalen haben die Mütter Heike Hüsgen und Corinna Haas tatkräftig geholfen. Auch die frechen Dialoge machen Spaß, etwa wenn Rumpelstilzchen der Königin an den Kopf wirft: "Aus einer alten Schachtel kann ich auch kein junges Mädchen mehr machen", oder wenn ein aufmüpfiges Rotkäppchen mit einem vegetarischen Wolf im Schlepptau den für die Großmutter gedachten Kuchen lieber selbst essen will. Als Hänsel und Gretel sind zudem der Pfarrer und die Pfarrerin, Sebastian und Nadine Appelfeller, dabei. Die beiden haben sich im Wald verlaufen und wollen den Weg zur Kreuzkirche wissen. "Ich finde es cool, dass so viele andere Märchenfiguren dabei sind", meint Lena als Schneewittchen.

Quelle: NGZ

21. November 2014
Neuss

Theaterspatzen“gehen auf Inselsuche
Am ersten Adventswochenende wird das Kinderstück im Gemeindesaal der Kreuzkirche aufgeführt.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung

Bericht: VON BÄRBEL BROER

FOTO: A. WOITSCHÜTZKE

Die Proben zum Theaterstück „Die Suche nach der versunkenen Insel“im Gemeindesaal der Kreuzkirche laufen auf Hochtouren.

GNADENTAL Sie sind in der heißen Phase: die „Theaterspatzen“der evangelischen Kreuzkirche in Gnadental. Am ersten Adventswochenende führen die 17 Kinder und Jugendlichen der Theatergruppe das Stück „Die Suche nach der versunkenen Insel“auf der Bühne des Gemeindesaals auf. Entsprechend eifrig sind alle bei der Sache – allen voran Frank Wickinghoff, der nicht nur Regie führt, sondern auch das Stück geschrieben hat.

Die „Theaterspatzen“gibt es noch nicht lange. „Ende 2012 haben wir die Gruppe gegründet“, sagt Wickinghoff, „Unser erstes Stück ‚Das Dschungelbuch‘ war ein so großer Erfolg, dass wir alle motiviert waren, weiterzumachen.“Seit Februar treffen sich alle einmal wöchentlich zu den Proben. „Dass die Altersspanne der Gruppe von sieben bis 16 Jahren geht, macht die Arbeit extrem spannend“, so Wickinghoff, der seit 20 Jahren im Bereich des Amateurtheaters aktiv ist und oft selbst auf der Bühne gestanden hat. „Die Ju- gendlichen trauen sich an manche Themen nur noch verhalten ran, während die Kleinen völlig unbekümmert an die Sache gehen.“

Bei den Proben ist von Verzagtheit aber keine Spur. Selbstbewusst, mal mehr, mal weniger theatralisch hauchen die Kinder und Jugendli- chen ihren Rollen Leben ein. So wie die beiden Brüder Daniel (12) und Jonas Gumbrich (16), die sich als Filius Alleswisser und Dr. Wurst Wusel auf die Suche nach der sagenumwobenen Insel Vulkanien machen. Begleitet werden sie von Annabell, die von Silvia Krieger (14) gespielt wird. So viel sei verraten: Gänsehaut pur ist garantiert, wenn sie singt.

Auf der Insel angekommen, erleben die drei fantastische Abenteuer, begegnen Königin Esther, der Herrscherin von Vulkanien, die von der zehnjährigen Evelyn Shi gespielt wird, sprechenden Elefanten, Riesenschnecken, aber auch einem Pfarrer. Pfarrer Sebastian Appelfeller steht somit zwar auf der Bühne, muss die Rolle aber nicht wechseln.

„Hauptrollen gibt es bei uns nicht“, betont Wickinghoff, „bei uns ist jeder wichtig.“Ebenso wichtig sind die mehr als zehn Erwachsenen im Hintergrund. „Es ist ein sehr aufwändiges Stück“, so Wickinghoff, „wir haben allein sechs verschiedene Bühnenbilder.“Auch der Kükenchor unter Leitung von Horst Bischoff, bei dem Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren singen, wird in dem Stück auftreten. INFOAufführungen am 29. November, 16 Uhr, sowie am 30. November, 15 Uhr, im Gemeindesaal der evangelischen Kreuzkirche, Artur-Platz-Weg 2, Weitere Infos unter www.theaterspatzen-neuss.de.

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